Wir
wollen
glauben an
ein langes Jahr
das uns
gegeben ist, neu, unberührt,
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit, voll
Aufgabe, Anspruch und Zumutung.
wir wollen sehen, dass wir´s nehmen
lernen,
ohne allzuviel fallen zu lassen von dem,
was es zu vergeben hat,
an die, die Notwendiges, Ernstes und Grosses
von ihm verlangen
Rainer Maria Rilke
***************
Liebe FreundInnen, liebe LeserInnen des blogs,
zum ausklingenden Jahr wünsche ich Euch für das vor uns liegende Jahr von Herzen Gesundheit, Stille und Lebendigkeit, Ziele zum Aufbrechen und Orte, an denen Ihr anlanden könnt. Ich wünsche Euch immer wieder gute Menschen, die gerne mit Euch unterwegs sind und deren Gesellschaft Euch gut tut.
Ich danke Euch für viele liebe Rückmeldungen und Anregungen.
Ich danke für Eure Begleitung und ich danke für Eure Freundschaft.
Ich werde den blog im Gedenken an Florian auch im kommenden Jahr mit Freude weiterführen!
Ein gesegnetes und behütetes Jahr 2012!
Gabriele
mit Florian im Licht
"Und manchmal, während wir so schmerzhaft reifen, dass wir beinahe daran sterben, erhebt sich aus allem, was wir nicht begreifen, ein Gesicht und sieht uns strahlend an" Rainer Maria Rilke
Samstag, 31. Dezember 2011
Was ich Dir wünsche ...
Ich wünsche Dir ein warmes Herz
und darin eine Nachtigall
Ich wünsche Dir einen Himmel
voller Sonne und singender Vögel
Ich wünsche Dir starke Hände - um zu tragen
und offene Arme - um zu lieben
Ich wünsche Dir von Zeit zu Zeit
einen warmen Sessel - um zu schlafen
Ich wünsche Dir ein Jahr
wo du sagen willst
es möge Jahre dauern
Phil Bosnan
und darin eine Nachtigall
Ich wünsche Dir einen Himmel
voller Sonne und singender Vögel
Ich wünsche Dir starke Hände - um zu tragen
und offene Arme - um zu lieben
Ich wünsche Dir von Zeit zu Zeit
einen warmen Sessel - um zu schlafen
Ich wünsche Dir ein Jahr
wo du sagen willst
es möge Jahre dauern
Phil Bosnan
Freitag, 30. Dezember 2011
Im Erinnern bleibt dir
Im Erinnern bleibt dir
die Landschaft
durch die ein Wind
dich getrieben nach vorn
die Gärten der Kindheit
in denen immer noch
Fragen blühen
die erste Liebe
die Wege bergauf
Wolkenbrüche der Trauer
das Glück
der Schmetterling
auf geöffneter Hand
im Erinnern bleibt dir
bruchstückhaft
ein ganzes Leben.
Annemarie Schnitt
Bild: Duy Huynh
die Landschaft
durch die ein Wind
dich getrieben nach vorn
die Gärten der Kindheit
in denen immer noch
Fragen blühen
die erste Liebe
die Wege bergauf
Wolkenbrüche der Trauer
das Glück
der Schmetterling
auf geöffneter Hand
im Erinnern bleibt dir
bruchstückhaft
ein ganzes Leben.
Annemarie Schnitt
Bild: Duy Huynh
Donnerstag, 29. Dezember 2011
In mir ist immer Abschied
In mir ist immer Abschied:
Wie ein Ertrinkender
dessen Kleider
vom Meerwasser schwer sind
seine letzte Liebe
einer kleinen Wolke schenkt.
In mir ist immer
Glaube,
als sei das goldene Seil
wer es auch auswirft
dem Notrufer
heilig
geschuldet.
Hilde Domin
Wie ein Ertrinkender
dessen Kleider
vom Meerwasser schwer sind
seine letzte Liebe
einer kleinen Wolke schenkt.
In mir ist immer
Glaube,
als sei das goldene Seil
wer es auch auswirft
dem Notrufer
heilig
geschuldet.
Hilde Domin
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Im Winter ein Jahr
Heute Abend 20.15 Uhr ARD. Ich möchte Euch diesen Film sehr ans Herz legen.
Eliane Richter (Corinna Harfouch) bittet den Künstler Max Hollander (Josef Bierbichler), ein Porträt ihrer beiden Kinder zu malen, der 22-jährigen Lilli (Karoline Herfurth), einer talentierten Tanz-Studentin, und des 19-jährigen Alexander (Cyril Sjöström), der vor einem knappen Jahr tödlich verunglückt ist. Als Lilli, zunächst lustlos, zu Sitzungen im Studio des Malers erscheint, merkt dieser schnell, dass sie in großen emotionalen Schwierigkeiten steckt und er versucht, die ehemals tiefe Verbindung der Geschwister besser zu verstehen. Es entsteht eine vorsichtige Annäherung zwischen den beiden und das Psychogramm einer komplexen Familie. Am Ende hat das Bild der Geschwister wenig mit dem zu tun, was sich Eliane ursprünglich erhofft hat und kann gerade deshalb den Weg ebnen für einen neuen Anfang.
Psalm zur Jahreswende
Du - das Meer
dahin die Flüsse fließen
Du - der Horizont
dahin die Jahre ziehen
Du - der Abend
dahin die Stunden fliehen
Du - der Morgen
Dahin die Träume drängen
von einer Welt
in der Dein Gesicht
sich widerspiegelt
im Gesicht des Menschen
Annemarie Schnitt
dahin die Flüsse fließen
Du - der Horizont
dahin die Jahre ziehen
Du - der Abend
dahin die Stunden fliehen
Du - der Morgen
Dahin die Träume drängen
von einer Welt
in der Dein Gesicht
sich widerspiegelt
im Gesicht des Menschen
Annemarie Schnitt
Dienstag, 27. Dezember 2011
Montag, 26. Dezember 2011
Nachtgedanken
Weltenweiter Wandrer,
walle fort in Ruh..........
Also kennt kein andrer
Menschenleid wie - du.
Wenn mit lichtem Leuchten
du beginnst den Lauf.
schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.
Drinnen liegt - als riefen
sie dir zu: versteh ! -
tief in ihren Tiefen
eine Welt von Weh.........
Tausend Tränen reden
ewig ungestillt, - -
und in einer jeden
spiegelt sich dein Bild.
Rainer Maria Rilke
Frühes Gedicht, 1894
walle fort in Ruh..........
Also kennt kein andrer
Menschenleid wie - du.
Wenn mit lichtem Leuchten
du beginnst den Lauf.
schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.
Drinnen liegt - als riefen
sie dir zu: versteh ! -
tief in ihren Tiefen
eine Welt von Weh.........
Tausend Tränen reden
ewig ungestillt, - -
und in einer jeden
spiegelt sich dein Bild.
Rainer Maria Rilke
Frühes Gedicht, 1894
Seinem Stern folgen
Seinem Stern folgen
unbeirrt
sich auf den Weg machen
und seinem Stern folgen
mit versöhntem Herzen
heiter und gelassen
auch wenn der Stern verblasst
und Wegbegleiter ausbleiben
unbeirrt seinen Weg gehen
und seinem Stern folgen
dabei auf die Spuren dessen achten
der uns vor 2000 Jahren angeboten hat
den Weg voraus zu gehen
Pia Biehl
unbeirrt
sich auf den Weg machen
und seinem Stern folgen
mit versöhntem Herzen
heiter und gelassen
auch wenn der Stern verblasst
und Wegbegleiter ausbleiben
unbeirrt seinen Weg gehen
und seinem Stern folgen
dabei auf die Spuren dessen achten
der uns vor 2000 Jahren angeboten hat
den Weg voraus zu gehen
Pia Biehl
Sonntag, 25. Dezember 2011
Der Traum von Weihnachten
Dieser Wachtraum zwischen den Zeiten
zwischen Tag und Nacht
dieses Ereignis diese Mär
die für einen Augenblick
die Welt verzaubert
die Menschen menschlicher macht
sie anstößt sie auferweckt
wie im Blitzlicht zu erkennen
was ist - was sein könnte
zu erhorchen den Ton
den betörenden
der Menschen umstimmt
sie meilenweit trägt
durch alle Gezeiten
Annemarie Schnitt
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