Man begreift das Leid der anderen, man findet sogar Worte des Trostes, findet Rat für andere, die alles verloren haben.
Fred Wander
"Und manchmal, während wir so schmerzhaft reifen, dass wir beinahe daran sterben, erhebt sich aus allem, was wir nicht begreifen, ein Gesicht und sieht uns strahlend an" Rainer Maria Rilke
Man begreift das Leid der anderen, man findet sogar Worte des Trostes, findet Rat für andere, die alles verloren haben.
Fred Wander
Viele stellen sich Trauer wie ein großes, dunkles Etwas vor.Wie einen schweren Brocken, den man „verarbeiten“ muss.Schwer zu kauen, Verschlucken inklusive.Aber so funktioniert Trauer nicht.Trauer besteht aus vielen einzelnen Teilen:Traurigkeit. Wut. Erleichterung. Schuld. Sehnsucht. Leere. Angst. Dankbarkeit.Und jedes dieser Gefühle ist individuell zusammengesetzt.Es ist ein individuelles Mosaik. Kein Mosaik gleicht dem anderen.Und dann gibt es noch ein zweites Mosaik, über das kaum gesprochen wird:Die Trauer um das alte Ich.Um Zukunftspläne, die es nicht mehr gibt.Um Rollen, Sicherheiten, Gewissheiten.Um die Person, die man vor dem Verlust war.Viele Trauernde trauern also zweifach:Um den geliebten Menschen.Und um sich selbst.Und genau deshalb gibt es kein richtig oder falsch.Nur deine beiden Mosaike.Und deinen Weg, sie Stück für Stück anzuschauen.Und genau hier wird etwas Wichtiges deutlich:Diese beiden Mosaike lassen sich nicht von außen zusammensetzen.Kein Ratschlag kann sie ordnen. Kein kluger Satz sie erklären.Was hilft, ist Gleich und Gleich. Menschen, die ähnlich trauern.Die dieselbe Trauersprache sprechen, ohne sie erklären zu müssen.Denn erst im Spiegel eines anderen Trauerndenwerden viele der ureigenen, inneren Antworten sichtbar.Nicht, weil sie gegeben werden –sondern weil sie in uns selbst hörbar werden.
Quelle: TRAUERHELDEN (facebook)
Ich sehn' mich so nach einem Land
Am dunklen Fenstern stand ich lang
Und schaute auf die weiße Stadt
Und horchte auf den Glockenklang,
Bis nun auch er versungen hat.
Nun blickt die stille reine Nacht
Traumhaft im kühlen Winterschein,
Vom bleichen Silbermond bewacht,
In meine Einsamkeit herein.
Weihnacht! - Ein tiefes Heimweh schreit
Aus meiner Brust und denkt mit Gram
An jene ferne, stille Zeit,
Da auch für mich die Weihnacht kam.
Seither voll dunkler Leidenschaft
Lief ich auf Erden kreuz und quer
In ruheloser Wanderschaft
nach Weisheit, Gold und Glück umher.
Nun rast' ich müde und besiegt
An meines letzten Weges Saum,
Und in der blauen Ferne liegt
Heimat und Jugend wie ein Traum.
Hermann Hesse
💫💫💫💫💫💫💫
Ich wünsche Euch ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest und uns allen FRIEDEN in der Welt
Gabriele
...." Die Trauer blüht mit dem Alter auf – sie wird weniger zu einer persönlichen Kränkung, weniger zu einem kosmischen Verrat und mehr zu einer poetischen Qualität des Seins»,