Freitag, 5. April 2013

With you



Für Dich, liebe Andrea und für
Deinen Lukas. So vermisst...

"..I'll be with you, I'll be waiting for youon the other side, on the other side.And the winds that blow they'll guide you home,get you through the night, get you through the night.It'll all be right.."

Eine weiche See umspült das Haus




Eine weiche See umspült das Haus
Eine See aus Sommerluft
Und hebt und senkt das magische Boot
Auf sonnenfreiem Kurs –
Der Schmetterling ist Kapitän
Die Biene Steuermann
Und als vergnügte Mannschaft
Heuert ein Weltall an.


Emily Dickinson
 Foto:  Zypern, das Meer vor unserer Tür ...

Donnerstag, 4. April 2013

Nicht alle Schmerzen sind heilbar



Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
Und während Tage und Jahre verstreichen,
Werden sie Stein.

Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
Sie schreien zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
Bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
Die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
Da blüht nichts mehr.


Ricarda Huch 18.07.1864 - 17.11.1947
Foto: Zypern im März, Trail of Hearts in unserem Garten

Mittwoch, 3. April 2013

Kopf - Herz - Seele


Mit lauter Stimme
redet der Kopf
am Eigentlichen vorbei.
Auch wer Gefühlen nachgeht,
wird früher oder später
seinen Weg verlieren,
denn das Denken kann
das Fühlen leicht verwirren.
Hört man die leise Stimme
der Seele nicht,
verirrt man sich im Labyrinth
unzähliger Gedankengänge
und Gefühlswege.
Die Seele ist
das schattenlose Licht
am Ausgang des Irrgartens,
das Ende allen Wartens,
sie ist die untrübbare Klarheit,
weder Lust noch Schmerz,
sie ist gelebte Wahrheit
jenseits von Kopf und Herz.

Hans Kruppa 

Foto: Zypern/Akamas im März

Dienstag, 2. April 2013

Deal with the difficult...

 
Deal with the difficult
While it is still easy
Solve large problems
When they are still small.
Preventing large problems
By taking small steps
Is easier than solving them.
By small actions
Great things are accomplished
 
- Lao Tzu -
 
Liebe BlogleserInnen,
 
dieser Text passt vielleicht am besten zu der Insel, von der wir gerade
wiederkommen - zu Zypern!
 
 
Wir hatten nicht nur unglaublich schöne, sonnige und vom Blühen der Natur und ihren Düften beglückende Tage in Polis/Latchi, wir haben die "große Aufregung" dort erlebt und wir waren sehr froh, DORT zu sein.
Viele Abende saßen wir in Polis auf dem Platz oder in den Tavernen vor den Nachrichten  und die Menschen lauschten endlosen Sitzungen der Parlamente, Erklärungen der Politiker, Journalisten und wir verstanden nur, was wir in ihren Gesichtern lasen: Besorgnis und Erwartung!  Als dann klar war, dass Zypern "im Euro" bleibt, eine große Erleichterung!
Über all diesen Tagen aber lag vor allem auch immer eine große Gelassenheit und Ruhe!
Dann sahen wir die Bilder aus Nicosia in den Zeitungen, die Wut und die Enttäuschung und das Unverständnis der Menschen um uns herum!  "Cyprus is not Greece!"
Wir entnahmen den Gespächen, dass man hier - sehr wohl - in der Lage ist, zu erkennen, dass diese Krise "selbstgemacht" und Ausdruck natürlich auch der Krise Griechenlands ist.. wo viel Geld "vergraben" wurde!
Niemand hat UNS für etwas verantwortlich gemacht!  Wenn Kritik kam, dann war es die, dass man sich von einigen Äußerungen deutscher und anderer Politiker nicht mit genügendem Respekt behandelt fühlte.  Das konnten wir - aus den wenigen Einblendungen aus deutschen Nachrichten - nachempfinden.  Aber es trübte nie die Freundlichkeit, die uns - mehr denn je - entgegengebracht wurde.
"Tell the Germans to come to Cyprus - we need them".... sagte mir im kleinen, bis unter die Decke vollgepfopften Souvenirladen die alte Dame und wies auf die vielen Regale: "This is my live and if they don't come - it's over"... Ich versprach ihr, dass wir wiederkommen.
Wir beschlossen für uns selbst: "Jetzt erst recht"!  
Akamas ist nicht Nicosia!  Wir waren - erneut völlig begeistert über diese wirklich ausnehmend schöne "Ecke Zyperns".  Die Natur blühte, als wolle sie alles an "Krise" überstrahlen und - zusammen mit den Menschen - ist dies der Reichtum der Insel.
Das Meer, das hier so sauber ist wie nirgendwo sonst in Europa, die Wege durch Akamas, die zu jeder Jahreszeit lohnen, die beiden Orte Polis und Latchi, in ihrer noch immer weit erhaltenden Ursprünglichkeit.  Das ist der REICHTUM!  Wenn Zypern sich besinnt auf diese wirklichen Werte, dann - so hoffen wir - wird es einen (eigenen) Weg aus dieser Krise geben!
 
 
 
 

Freitag, 15. März 2013

Auferstehung




Wenn einer starb, den du geliebt hienieden,
So trag hinaus zur Einsamkeit dein Wehe,
Dass ernst und still es sich mit dir ergehe
Im Wald, am Meer, auf Steigen längst gemieden.

Da fühlst du bald, dass jener, der geschieden,
Lebendig dir im Herzen auferstehe;
In Luft und Schatten spürst du seine Nähe,
Und aus den Tränen blüht ein tiefer Frieden.

Ja, schöner muss der Tote dich begleiten,
Ums Haupt der Schmerzverklärung lichten Schein,
Und treuer - denn du hast ihn alle Zeiten.

Das Herz auch hat sein Ostern, wo der Stein
Vom Grabe springt, dem wir den Staub nur weihten;
Und was du ewig liebst, ist ewig dein.


Emanuel Geibel (1815-1884)

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Ich wünsche Euch ein hoffnungsvolles, lichtvolles und frühlingshaftes
Osterfest. 
Dass aus unseren Tränen ein tiefer Frieden erblühe, das
wünsche ich uns Trauernden am meisten! 


Wir fliegen der Sonne schon entgegen!
Bis bald!


Donnerstag, 14. März 2013

Someone Elses's Life



For you :)

Bin auf der Insel


Bin auf der Insel

bei mir zu Haus
gehe ein gehe aus
bin angekommen
bin bei mir
bin nirgendwo
wie hier bei mir

Annemarie Schnitt

Mittwoch, 13. März 2013

Die Brücke der Trauer


Lange stand ich vor der schmalen Holzbrücke,
die sich mit ihrem sanften Bogen spiegelte.
Es war eine Brücke zum Hin- und Hergehen,
hinüber und herüber. Einfach so,
des Gehens wegen und der Spiegelungen.
Die Trauer ist ein Gang hinüber und herüber.
Hinüber, dorthin, wo man mit ihm war.
Alle die Jahre des gemeinsamen Lebens.
Und dieses Hin- und Hergehen ist wichtig.
Denn da ist etwas abgerissen.
Die Erinnerung fügt es zusammen, immer wieder.
Da ist etwas verloren gegangen.
Die Erinnerung sucht es auf und findet es.
Da ist etwas von einem selbst weggegangen.
Man braucht es. Man geht ihm nach.
Man muss es wiedergewinnen, wenn man leben will.
Man muss das Land der Vergangenheit erwandern,
hin und her, bis der Gang über die Brücke
auf einen neuen Weg führt.

Jörg Zink

Bild: Jules Breton

Dienstag, 12. März 2013

Geh, wohin dein Herz dich trägt





...."Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden und du nicht weißt, welchen du einschlagen sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich, und warte. Atme so tief und vertrauensvoll, wie du an dem Tag geatmet hast, als du auf die Welt kamst, lass dich von nichts ablenken, warte, warte noch. Lausche still und schweigend auf dein Herz. Wenn es dann zu dir spricht, steh auf, und geh, wohin es dich trägt...."

Susanna Tamaro
„Geh, wohin dein Herz dich trägt“

Bild: P.E. Chabas