Sonntag, 26. Dezember 2021

Dass wir erschraken - für Kai im Gedenken

 


Dass wir erschraken, da du starbst, nein,
dass dein starker Tod uns dunkel unterbrach,
das Bisdahin abreissend vom Seither: 
Das geht uns an; das einzuordnen wird
die Arbeit sein, die wir mit allem tun.
 
Rainer Maria Rilke 
aus dem Requiem 
für Paula Modersohn-Becker 
  
💫💫💫💫💫💫💫 
 
Liebe Claudia, das Licht brennt heute für Deinen Sohn und ich weiß um Deinen Schmerz!
Ich wünsche Dir Halt, auch wenn Du ihn gerade nicht sehen kannst.
Einen Anker, der Dich beschützt.  Ein tiefes Aus- und Einatmen, das Dich befreit von aller Last, ein Lächeln, das nur für Dich ist;  ein Drücken, das Dich Wärme spüren lasst, die Dein Herz so braucht; einen Sonnenstrahl, der Dich wärmt.
 
Aber heute überwiegt der Schmerz!
 
Gabi 💔💓
 

Der Trost hat mich gefragt


Der Trost hat mich gefragt,

ob ich bereit bin, durch den Schmerz hindurchzugehen, anstatt ihn zu umkreisen, und ob ich meinen Finger so lange in die Wunde lege, bis ich das Unversehrte darin fühlen kann.

Er hat mich gefragt,

ob ich mich alten lassen werde von Armen, die nichts je wieder in Ordnung bringen, und ob ich schweigen kann, bis irgendwann – wie ein warmer Atem – ein gutes Wort mich streift.

Er hat mich gefragt,

ob ich mich bücken werde, zur kleinen blauen Blüte am Wegesrand, ob ich Kirschen von den höchsten Ästen pflücke und ob ich es ertragen kann, wenn mich am Abend ein Glück ganz ohne Grund befällt.

Er hat mich gefragt,

ob ich erahne, dass ich auf nichts ein Anrecht habe, auch nicht auf die Untröstlichkeit, weil sich in jedem Augenblick das Leben selbst an mich verschenkt, ohne zu zögern und ohne Maß.

Wie eine, die noch in die Weite dieses Wortes wachsen muss, sagte ich JA

                                             Giannina Wedde

 

💛💛💛💛💛💛💛 

Danke für diesen wundervollen Text, liebe Esther 💖

Er ist für unsere Söhne, für Florian und Daniel 💔💔💓💓  und all die Mütter und Väter, die in diesen Tagen so sehr nach Trost suchen!

 

 

 

Samstag, 25. Dezember 2021

Weihnachten



Träume und Hoffnung
in gläserne Kugeln versteckt
dass ein Jahr ende im Licht
und neue Räume ausleuchte
dass im geheimen Glanz
verborgene Wünsche wachsen
dass sie warm aufblühen
als wären sie längst erfüllt

Annemarie Schnitt
 
 🌟🌟🌟🌟🌟🌟


 Ich wünsche Euch ein friedvolles, gesundes und behütetes Weihnachten 💓 Mögen Eure Wünsche für das kommende Jahr wahr werden und Ihr die Kraft behalten, immer wieder weiter zu machen - auch wenn Ihr Rückschläge und Enttäuschungen erlebt. Behaltet Eure Lieben im Herzen 💔💖

Eure Gabriele /Gabi

Freitag, 24. Dezember 2021

Wieder Weihnachten

 


Wieder Weihnachten
und du
zündest ein Licht
am Rande des Tages
am Rande des Jahres
auszuleuchten
die Wege weiter.
Wieder Weihnachten
und du
hältst an am
geheimen Meilenstein
mitten im Raum


Annemarie Schnitt 

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Christmas Past


Dies ist mein Lieblingslied um die Weihnachtszeit.  Es kommt aus Irland und ich widme es in meinen Gedanken Dir, FLORIAN, der Du so schmerzlich fehlst, dass ich keine eigenen Wort finde
💔

🌟🌟🌟🌟🌟🌟


Snowmen in the field I see
Ride the coal-bags down the hill with me
Hey look you've got Rudolf's nose oh-oh
Put my hat on you'll get cold oh-oh
 
Let's have a snowball fight
I always want you on my side
Come sit by the fire with me
Let's try and climb the Christmas Tree
 
And you and I alone will go
And I'll walk you all the way back home
And we'll talk about our school and things
And I'll see you, yes, tomorrow please
 
Oh yeah I forgot this part
This is where you break my heart
You told me that you love me then
Did you really mean it friend
 
Don't go telling me lies love
Tell me the truth love
Tell me the truth love
That way I won't have to know love
Won't have to see love
Won't have to ask
The ghost of Christmas Past
 
https://lyricstranslate.com

Dienstag, 21. Dezember 2021

Meine Sonne



Meine Sonne
ist scheinen gegangen
in deinem Himmel
Mir bleibt
der Mond den ruf ich
aus allen Wolken
Er will mich trösten
Sein Licht sei wärmer
und heller
Nicht gelb verfärbt
dass man nur noch denkt
ans Erkalten
Sonne komm wieder!
Der Mond ist zu hell und
zu heiß für mich!
 
Erich Fried

Sonntag, 19. Dezember 2021

Mit dem Mond



Mit dem Mond 🦋🌙

Die Nacht ist kühl im bleichen Mondenschein
und laublos werfen Bäume wilde Schatten,
doch sehnt mein scheues Herz waldein
und hofft bald könnt' es bei dir sein
und träumt den Zeiten nach, die wir nicht hatten.

Ich such' ein Bett mir zwischen all den Bäumen
und silbern wird mein Haar im kalten Moos,
werd' in des Mondes Himmelswiege träumen
und nach dir suchen in den Sternenräumen,
und leis' verklingt mein Herz im Erdenschoß.

So weise spinnt der Mond dann seine Fäden,
hinab zu mir und weit ins Sternenfeld,
und da, mit einem Seufzen lern' ich Schweben
und schau aus neuen Augen dieses Leben,
und halt' mit meiner Liebe diese
Welt.

Ach guter Mond, nun lass mich wieder fliehen,
ich fürchte doch die fernen Tage nicht,
will mit dem Wind und mit den Wolken ziehen,
und war mir auch dein Flüstern nur geliehen,
so find' ich dich im goldnen Sternenlicht.

(November 21)
Jacqueline Konrad 


💫💫💫💫💫💫💫💫

Ich wünsche Euch / Ihnen einen lichtvollen, friedlichen 4. Advent 🌠

Gabriele

Freitag, 17. Dezember 2021

was brauchst du


was brauchst du? einen Baum ein Haus zu
ermessen wie groß wie klein das Leben als Mensch
wie groß wie klein wenn du aufblickst zur Krone
dich verlierst in grüner üppiger Schönheit
wie groß wie klein bedenkst du wie kurz
dein Leben vergleichst du es mit dem Leben der Bäume
du brauchst einen Baum du brauchst ein Haus
keines für dich allein nur einen Winkel ein Dach
zu sitzen zu denken zu schlafen zu träumen
zu schreiben zu schweigen zu sehen den Freund
die Gestirne das Gras die Blume den Himmel

Friederike Mayröcker




 

Samstag, 11. Dezember 2021

Mitte Dezember

 


Es wird auch andere Tage geben,
Doch heute bin ich zu Tode betrübt.
Ich war wohl noch niemals in diesem Leben
In keinen einzigen Menschen verliebt.

Ich war wohl noch niemals in diesem Leben
In keinen einzigen Menschen verhasst.
Es wird auch andere Tage noch geben,
Zuweilen glaube ich es fast.

Dezemberwind rüttelt an Fenster und Mauer,
Das also wird künftig die Jahreszeit sein.
Ich bin so verlassen in meiner Trauer
Und werde es lange und lange noch sein.

Mascha Kaléko