Samstag, 19. November 2011

Gedanken vor meinem Zypernurlaub



„Zu unseren wundervollsten Erinnerungen zählen die Erinnerungen an schöne Orte, an denen wir uns sofort heimisch fühlten. Warum? Weil wir uns in der Gegenwart des Schönen am lebendigsten fühlen, denn es kommt den Bedürfnissen unserer Seele entgegen.
Für eine Weile wird die Anstrengung des Kämpfens und Duldens gelindert und unsere Zerbrechlichkeit wird durch ein anderes Licht erhellt; ein Licht, in dem es uns gelingt, hinter dem Schauer der Erscheinungen einen flüchtigen Blick auf die verlässliche Form der Dinge zu werfen. Wenn wir Schönheit erfahren, geschieht beides im selben Akt: Wir erwachen und geben uns hin. Die Schönheit vermittelt ein Gefühl der Vollendung und Verlässlichkeit.“..

O’Donohue „Schönheit“



Diese Worte von O’Donohue berühren den Kern dessen, was ich nicht nur in Irland, sondern nun auch  an diesem Ort erlebe, und Ursache ist die Schönheit dieser Landschaft, des Strandes mit seinen vielfältigen Gesichtern, seinen Schätzen, die das Meer angespült und geformt hat; der Himmel, der in die See zu tauchen scheint. Keine Grenzen – unendliche Weite – und diese Weite überträgt sich auf die Seele.
Die Musik des Meeres, ich lausche ihr stundenlang - nichts lenkt ab… Der Schrei einer Möwe, nur er unterbricht diesen Gleichklang der ans Ufer schlagenden Wellen… Unendlichkeit!
Der Wind ordnet die Gedanken, nimmt Ängste und Zweifel. Der Alltag löst sich auf und nichts erscheint so schwer, dass ich es nicht tragen könnte…Ich fühle mich auf eine wundersame Weise getröstet, behütet und geborgen in einem großen Ganzen.
Ich erlebe eine Wahrhaftigkeit, wie ich sie so deutlich nur am Meer erleben kann und eine Nähe zu Florian, aber sie schmerzt nicht, sie beglückt und macht mich demütig und dankbar.

Ich bin überaus dankbar, diesen Ort auf Zypern gefunden zu haben!



Und die Kerzen werden auch auf Zypern in vielen Kapellen und Klöstern für unsere Vorausgegangenen brennen!

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