Donnerstag, 20. August 2020

Regenbogentag

 

Heute
Lache ich blaue Freudentränen
Trage rot mein Herz auf der Zunge
Setze Bäumchen grüner Hoffnung
Sammle Sonnenblumengelb

Mit weitem Strich
Und dickem Pinsel
Male ich
Einen Regenbogen
Über meinen Himmel

Carola Vahldiek 

 

 💚💚💚💚💚

Blogpause!

Endlich geht es wieder nach Connemara - nach Flori-Land!  In Zeiten von Corona ein Geschenk!  Wir werden in Quarantäne gehen -  und auch danach viel Zeit haben, uns in die Schönheit,  Ruhe und Stille zu versenken!

 Bis bald!  Bleibt gesund!

Gabriele

Donnerstag, 13. August 2020

Wir sind frei


Ich befreie meine Eltern von dem Gefühl, dass sie mit mir versagt haben.

Ich befreie meine Kinder von der Notwendigkeit, mich stolz machen zu müssen. Mögen sie ihre eigenen Wege nach Herzenslust gehen. Mögen sie ihren Instinkten folgen und so ihre Träume verwirklichen.

Ich entbinde meinen Partner von der Verpflichtung, mich zu vervollständigen. Mir fehlt nichts, ich lerne die ganze Zeit mit allen Wesen.

Ich danke meinen Großeltern und meinen Vorfahren, die zusammengekommen sind, damit ich heute das Leben atmen kann. Ich befreie sie von früheren Versagen und unvollendeten Wünschen, wissend, dass sie ihr Bestes getan haben, um ihre Lebensumstände in bester Art und Weise zu tragen, wie es ihnen möglich war. Ich ehre sie, liebe sie und erkenne sie als frei von aller Schuld an.
Ich ziehe meine Seele vor ihren Augen aus, deshalb wissen sie, dass ich nichts mehr verstecke oder schulde, als mir selbst und meiner eigenen Existenz treu zu sein, indem ich der Weisheit meines Herzens folge.

Ich erfülle meinen Lebensplan frei von familiärer Loyalität.
Ich weiss, dass mein Friede und mein Glück in meiner eigenen Verantwortung liegen.

Ich verzichte auf die Rolle des Retters, derjenige zu sein, der die Erwartungen anderer vereint oder erfüllt.
Indem ich durch und nur durch Liebe lerne, ehre ich meine Essenz und segne mein Wesen und meine Ausdrucksweise, auch wenn man mich vielleicht nicht versteht.

Ich verstehe mich, weil nur ich meine Geschichte gelebt und erlebt habe. Weil ich mich selbst kenne, weiß ich wer ich bin, was ich fühle, was ich tue und warum ich es tue.

Ich ehre mich, ich liebe mich und erkenne mich als frei von Schuld an.

Ich ehre dich, ich liebe dich und erkenne dich als frei von Schuld an.

Ich ehre die Göttlichkeit in mir und in dir.

Wir sind frei ...

© Ehemaliger Nahuatl-Segen, geschrieben im 7. Jahrhundert in der Zentralregion von Mexiko

Mittwoch, 12. August 2020

Für Daniel


Es wird schon wieder
wieder
wieder wie was
wieder wie vorher
es wird nie wieder wie vorher
irgendwann wird es
aber nicht
wieder ...
 

Pirko Silke Lehmitz
Bild: Land with angels
 
🌟🌟🌟
 
 
Liebe Esther, lieber Rainer und lieber Marcel,
ich habe diesen Text für Euch zum Sterbetag von Dani ausgewählt, weil er sicher auch Euer Empfinden trifft! 
 
Meine Gedanken sind bei Euch und ich bin traurig mit Euch 💔💔
Dani und Florian, sie haben uns mit gebrochenen Herzen hinterlassen - und auch, wenn es - irgendwie - wieder geworden ist - so wie es war, wird es niemals mehr!
 
Seid von Herzen umarmt
Eure Gabriele mit Hans
 
 

Montag, 10. August 2020

Danke

 

Danke 

für deinen Brief. 
Du nimmst mich mit
in den Garten.

Zwischen den Zeilen
glitzert das Gras
blinken Lichtnelken
zwitschert ein Fink
blitzt eine Libelle
glänzt Licht.

Hinter den Worten 
leuchten deine Augen
zwinkerst du mir zu.


Tina Willms  

Samstag, 1. August 2020

Freitag, 31. Juli 2020


"The things you can't  remember tell the things you can't forget"

Tom Waits 
TIME

Freitag, 17. Juli 2020

Lament for a Son



There's a hole in the world now.
In the place where he was, there's now just nothing.
A center, like no other, of memory and hope and knowledge and affection which once inhabited the earth is gone.
Only a gap remains.

A perspective on this world, unique in this world,
which once moved about within this world,has been rubbed out.
Only a void is left.

There's nobody now who saw just what he saw,
knows what he knew, remembers what he remembered, loves what he loved.
A person, an irreplaceable person is gone.

Never again will  anyone apprehend the world quite the way he did.
Never again will anyone inhabit the world the way he did.

Questions  I have can never now get answers.
The world is emptier.

My son is gone.

Only a hole remains, a void, a gap, never to be filled

(Nicholas Wolterstorff)

Mittwoch, 15. Juli 2020

Ich suche nach einem Ort des Halts

 
 
 
Ich suche nach einem Ort des Halts
in dieser schnellen Zeit.
Ideen sind flüchtig und bald verworfen.
Werte lösen einander ab.
Die Welt zerfällt in Ost und West,
in Nord und Süd.

Aber zum tausendsten Mal merke ich,
und es ist schmerzlich und tröstlich zugleich,
dass nichts Halt gibt
als das, was ich an Liebe,
Hoffnung und Glauben in mir trage.
Das sind Wurzeln,
die aus der Tiefe kommen
und quer durch die Erde
zum Himmel führen.

Ulrich Schaffer
 
Foto: G. Gérard

Freitag, 10. Juli 2020


Happiness is in the quiet, ordinary things. A table, a chair, a book with a paper-knife stuck between the pages. And the petal falling from the rose, and the light flickering as we sit silent.”

― Virginia Woolf, The Waves


Bild:   Winslow Homer - Boys in a Dory, 1880